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FAQ - Antworten auf die meistgestellen Fragen

1. Warum wird die Arbeitslosigkeit auf Dauer immer weiter steigen?

2. Löst der angebliche Aufschwung das Problem?

3. Wie kann das Bandbreitenmodell die Arbeitslosigkeit komplett beseitigen?

4. Ist das Konzept rechtlich zulässig?

5. Wie funktioniert das Konzept konkret?
6. Ist das Modell kompliziert und schwer umsetzbar?
7. Kann man kann Unternehmen zwingen, überflüssige Mitarbeiter einzustellen?

8. Gäbe es dann nur noch deutsche Produkte zu kaufen?

9. Würde der Welthandel zurückgehen, sobald andere Länder das System kopieren?

10. Würden die Unternehmen die Belegschaftszahlen aufblasen, indem sie die Arbeit in Minijobs zerlegen?

11. Warum nur maximal 1.200 Stunden Jahresarbeitszeit? Was ist z.B. mit unentbehrlichen Mitarbeitern?

12. Der Arbeitsmarkt dreht sich also um 180° in ein Arbeitnehmer-Paradies?

13. Wie kann man einen Arbeitnehmermangel vermeiden?

14. Wie kann man hohe Gehälter in Branchen zahlen, deren Preisniveau zu gering ist?

15. Steigen durch die höhere Umsatzsteuer und die zusätzlichen Mitarbeiter die Preise?

16. Kann man das heutige Steuer- und Sozialversicherungssystem beibehalten?

17. Wie finanziert sich das Gesundheitssystem ohne Kassenbeiträge?

18. Werden Innovationen und Automation durch das Bandbreitenmodell aufgehalten?

19. Warum ist das Bandbreitenmodell weder kapitalistisch noch sozialistisch?

20. Wie hoch ist die Lohnquote heute und im Vergleich dazu im Bandbreitenmodell?

21. Gäbe es noch einen Sozialstaat?

22. Was bedeutet der Name "Bandbreitenmodell"?

23. Warum heißt das zugrunde liegende Buch "Die Geldlawine"?

24. Wer trägt die Kosten des Bandbreitenmodells?

25. Wäre die EU mit dem Bandbreitenmodell einverstanden?

26. Warum gibt es im Bandbreitenmodell keine Einkommensteuer?


1. Warum wird die Arbeitslosigkeit auf Dauer immer weiter steigen?

Unter http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:ArbeitsloseBRD.PNG sieht man, wie sich die Arbeitslosigkeit langfristig entwickelt. In wellenartigen Stufen steigt der Sockel der Arbeitslosigkeit immer weiter an, verharrt einige Jahre auf ähnlichem Niveau und sinkt kurzzeitig jedes Mal ein wenig, um anschließend weiterzusteigen. Dafür gibt vor allem 5 Ursachen:

  1. Kostendruck durch den Wettbewerb in einer ungezügelten Marktwirtschaft
  2. Automation
  3. Ewige Produktivitätssteigerungen
  4. Globaler Wettbewerb bei Lohn, Bildung und Produktivität
  5. Mismatch zwischen Arbeitgeber-Bedarf und Arbeitnehmer-Qualifikation
Eine Erläuterung dieser 5 Punkte finden sie unter den "Hauptursachen der Arbeitslosigkeit"
 

2. Löst ein angeblicher Aufschwung das Problem?

Nein. Obwohl die Wirtschaft stetig wächst und die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Teilzeitjobs seit Jahren leicht steigt, sinkt die Zahl der Vollzeitjobs - also der „echten“ Arbeitsplätze - erheblich. Zudem sinken die Gehälter bei ständig steigender Einkommensteuer. Gehaltssteigerungen – sofern es sie überhaupt gab – lagen bei den unteren 80% der Arbeitnehmer unter der Preissteigerung.


3. Wie kann das Bandbreitenmodell die Arbeitslosigkeit komplett beseitigen?

Durch ein Bündel von Maßnahmen, von denen drei besonders wichtig sind: Erstens die Abschaffung aller Steuern, mit Ausnahme der Umsatzsteuer. Deutschland würde also durch steuerfreie Gewinne und Einkommen zur Steueroase, w�hrend eine h�here Umsatzsteuer die �ffentlichen Haushalte finanziert und entschuldet sowie die Sozialsysteme teilweise unterst�tzt. Zweitens die vollst�ndige Abschaffung der Lohnnebenkosten. Beide Ma�nahmen bewirken auch, da� alle Arbeitnehmer ihr Bruttogehalt als Nettogehalt erhalten. Dies allein w�rde �ber 60% mehr Kaufkraft und einen entsprechenden Umsatzboom bedeuten. Aber das reicht bei weitem nicht, um das Problem der Arbeitslosigkeit zu l�sen, weil sie die Ursache nicht beseitigen.

Das kann nur die dritte Ma�nahme – die Einf�hrung des „Bandbreitenmodells“. Dabei werden s�mtliche privatwirtschaftlichen Arbeitspl�tze finanziell belohnt. Je nachdem, wie viele Inlandsmitarbeiter im Verh�ltnis zum Inlandsumsatz ein Unternehmen besch�ftigt, erh�lt es „Arbeitsplatzpr�mien“. Diese Pr�mien werden nicht ausbezahlt, sondern mit einer sehr hohen Umsatzsteuer verrechnet, wodurch der tats�chliche Satz der Umsatzsteuer auf einen niedrigen Wert sinken kann. Die Arbeitsplatzpr�mien kosten den Staat keinen Cent.

Die Arbeitsplatz-vernichtende Gesetzm��igkeit wird also umgedreht, die besagt: Je weniger Mitarbeiter (im Verh�ltnis zum Umsatz) bezahlt werden, desto niedriger k�nnen Verkaufspreise sein. Stattdessen lautet die Regel des Bandbreitenmodells (bis zu einer vordefinierten Grenze):

Je mehr Inlands-Mitarbeiter (im Verh�ltnis zum Inlands-Umsatz) bezahlt werden, desto niedriger k�nnen die Inlands-Verkaufspreise sein.

Unternehmen werden daher Menschen auf die Gehaltslisten setzen, die sie �berhaupt nicht ben�tigen, um sie von der Umsatzsteuer abzusetzen und dadurch ihre Produkte m�glichst preisg�nstig verkaufen zu k�nnen. Dabei werden sie ihnen bei niedrigen Arbeitszeiten hohe Geh�lter zahlen. Produkte von Unternehmen, die zu wenige Mitarbeiter (im Verh�ltnis zum Umsatz) bezahlen, sind aufgrund hoher Mehrwertsteuers�tze nahezu unverk�uflich. Kurz gesagt:

Wer in einem Land Waren verkaufen will, mu� im gleichen Land entsprechend viele gut bezahlte Arbeitspl�tze bieten. Ums�tze und Besch�ftigung werden regional verkn�pft.

Es ist ein faires Gesch�ft zwischen Konsumenten und Unternehmen. Und der Arbeitsmarkt wird vollkommen immun gegen die globale Lohnkostenkonkurrenz und Rationalisierungen/Automation.


4. Ist das Konzept rechtlich zul�ssig?

 Ja. Laut Bundesverfassungsgericht (Urteil vom 11.07.2006, Aktenzeichen 1 BvL 4/00) ist „die Bek�mpfung der Arbeitslosigkeit in Verbindung mit der Gew�hrleistung der finanziellen Stabilit�t des Systems der sozialen Sicherung ein besonders wichtiges Ziel, bei dessen Verwirklichung dem Gesetzgeber gerade unter den gegebenen schwierigen arbeitsmarktpolitischen Bedingungen ein relativ gro�er Entscheidungsspielraum zugestanden werden muss. Dieser Gemeinwohlbelang … besitzt eine �berragende Bedeutung.“

Desweiteren urteilte das Bundesverfassungsgericht am 21.06.2006 (Aktenzeichen 2 BvL 2/99), da� der Gesetzgeber einen weiten Spielraum hat, verschiedene Gruppen von Steuerzahlern ungleich zu behandeln. Zitat: „Diese Ungleichbehandlung ist mit dem gesetzgeberischen Ziel zu rechtfertigen, die Position des Wirtschaftsstandorts Deutschland im internationalen Wettbewerb zu verbessern. Die F�rderungs- und Lenkungsziele haben hinreichendes Gewicht... Insoweit ist hervorzuheben, da� der Gesetzgeber innerhalb seines Gestaltungsspielraums bei der wirtschaftspolitischen … Instrumentenwahl von einem dringenden Handlungsbedarf ausgehen und sich … entscheiden durfte.“

Steuern an Bedingungen zu kn�pfen ist nichts Neues. Eine Bedingung ist z.B. der Standort. Wohnen Sie in Flensburg, unterliegen Sie dem deutschen Steuersystem. Verlagern Sie Ihren Wohnsitz 3 Km n�rdlich nach D�nemark, befinden Sie sich in einem reichlich anderen Steuersystem mit h�heren Umsatzsteuern, wobei auf Pkws sogar eine Steuer von bis zu 180% aufgeschlagen wird. Auch innerhalb Deutschlands ist der Satz der Mehrwertsteuer von Bedingungen abh�ngig, n�mlich von Art bzw. Verwendung des Produkts. Eine Currywurst im Imbiss wird mit 19% besteuert, wenn der Gast sitzt, und mit 7%, wenn er die Wurst im Stehen i�t. F�r den Verkauf eines Esels verlangt das Finanzamt 19% Mehrwertsteuer, f�r einen Maulesel 7%. Islandmoos kostet 7% MwSt., isl�ndisches Moos 19%. F�r Oliven, die "durch l�ngeres Mazerieren in Salzlake unmittelbar genu�f�hig gemacht sind", definierte das Bundesfinanzministerium 7% MwSt., werden die Oliven dagegen "lediglich vorl�ufig in Salzlake haltbar gemacht", will das Bundesfinanzministerium 19% haben. Kommt der Kaffee aus einem Automaten, enth�lt er 19%, bereitet man sich den Kaffee selbst zu, enth�lt er 7% MwSt. Auf Dill zahlt man 7% Mehrwertsteuer, auf Basilikum 19%. Begr�ndung des Bundesfinanzministeriums: Basilikum ist nicht nur ein Lebensmittel (7%), sondern zus�tzlich ein Heilkraut (19%)...

Essen Sie Ihren Burger bei McDonalds, sind 19% Umsatzsteuer f�llig. Essen sie den B�rger vor der T�r oder zu Hause, sind nur 7% f�llig. Liefert ein Friedhofsg�rtner die Bepflanzung eines Grabes, sind 7% f�llig, pflanzt er sie auch ein, sind es 19%. Briefmarken enthalten 0% MwSt., Schnittblumen 7% und Topfblumen 19%. Bei Adventskr�nzen gilt "je gr�ner der Kranz, desto geringer die Steuer". Der Bundesfinanzhof machte den Steuersatz eines "malt beer base" davon abh�ngig, wie das Getr�nk schmeckt. Es kann auch niemand erkl�ren, warum Hallen-Tennisstunden f�r Nicht-Clubmitglieder mit 19% und f�r Mitglieder mit 19% MwSt. besteuert werden, sofern sie abonniert sind.

Die Umsatz-/Mehrwertsteuer h�ngt also reichlich willk�rlich von Fragen ab wie "e�bar oder nicht", "drinnen oder drau�en gegessen", "vor�bergehend oder dauerhaft haltbar", "aus dem Kaffeeautomaten oder nicht", "haben Pflanzen eine Wurzel oder sind sie abgeschnitten", "Geschmack", usw. Auch andere Steuern sind an Bedingungen gekn�pft. Die H�he der Einkommensteuer h�ngt neben der H�he des Einkommens und der Zahl der Kinder u.a. davon ab, ob sie mit oder ohne Trauschein zusammenleben oder ob die Steuerpflichtigen genug Geld f�r Steuersparmodelle verdienen. Die Gewerbesteuer h�ngt von der Stadt ab, in der die Buchhaltung eines Unternehmens sitzt, w�hrend die K�rperschaftssteuer vom Staat abh�ngt, in der die Buchhaltung sitzt. Auch z.B. die Vergn�gungssteuer h�ngt vom Standort ab.

Mit dem Bandbreitenmodell findet nicht einmal eine solch zul�ssige Ungleichbehandlung statt, da alle Unternehmen vollkommen gleich behandelt werden. Wie hoch der Umsatzsteuersatz ihrer Produkte ist, haben die Unternehmen selbst in der Hand.

Auch die Verkn�pfung von Steuers�tzen mit Arbeitspl�tzen und L�hnen gibt es bereits, und zwar bei der Erbschaftssteuer, die bei der Vererbung von Unternehmen anf�llt. So bleiben nach der Erbschaftssteuer- reform 2008 85% des Unternehmenswertes steuerfrei, wenn der Steuerpflichtige den Betrieb mindestens 15 Jahre weiter betreibt und dabei die Lohnsumme 10 Jahre lang nicht unter 70% der Lohnsumme f�llt, die zum Zeitpunkt des Erblassens ausbezahlt wurde.

Noch n�her am Bandbreitenmodell liegt der Entschlu� von US-Pr�sident Obama am 28.01.2010, Steuer- erleichterungen f�r Unternehmen anzubieten. Einzige Bedingung f�r das Steuergeschenk: Zus�tzliche Arbeitspl�tze. Das hei�t: Steuers�tze werden an die Besch�ftigung gekoppelt - �hnlich wie beim Bandbreitenmodell.

 

5. Wie funktioniert das Konzept konkret?

Ein Beispiel: Die Automobilkonzerne wollen/m�ssen zigtausende Menschen entlassen. Das Bandbreitenmodell w�rde sie dazu bringen, zigtausende Menschen einzustellen – die sie �berhaupt nicht brauchen. Bei der Volkswagen AG werden lt. Presseberichten mittelfristig wahrscheinlich 50.000 Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren. 2003 erzielte Volkswagen mit 107.195 Mitarbeitern einen Inlandsumsatz von 17,3 Mrd. €. Das sind 6,2 „Mitarbeiter pro Umsatzmillion“. Darauf aufbauend kann der Gesetzgeber ein Ziel definieren, f�r dessen Erreichung es eine Belohnung gibt, und zwar die „Arbeitsplatzpr�mie“, die mit der Umsatzsteuer verrechnet wird. Die Umsatzsteuer l�ge f�r alle Automobilhersteller bei einer Obergrenze von 80% (f�r weniger als 6 „Mitarbeiter pro Umsatzmillion“) und einer Untergrenze von 35% (ab 8 „Mitarbeiter pro Umsatzmillion“). Dazwischen gibt es Abstufungen. Wer also weniger als 6 „Mitarbeiter pro Umsatzmillion“ hat, dessen Autos sind durch 80% Umsatzsteuer kaum noch verk�uflich. Wenn Volkswagen 31.093 vollkommen �berfl�ssige Mitarbeiter oder Auszubildende zus�tzlich einstellt, sinkt die Umsatzsteuer eines jeden Volkswagen auf 35%. Ford m��te rd. 14.000 �berfl�ssige Mitarbeiter einstellen, Audi 14.464 und BMW 6.124, um auf 35% Umsatzsteuer zu kommen (alle Zahlen beziehen sich auf 2003). Importeure wie Toyota und Renault h�tten die Wahl: Entweder besch�ftigen Sie proportional zum Inlandsumsatz inl�ndische Mitarbeiter oder sie geben den deutschen Markt auf (siehe Frage 7).

"Bandbreitenmodell aus Unternehmersicht" zeigt, wie das BBM ganz konkret aus Sicht der Unternehmen funktioniert.

6. Ist das Modell kompliziert und schwer umsetzbar?

Nein. Das gesamte Steuerrecht pa�t auf 3 Seiten. Im Gegenzug entfallen 118 Steuergesetze, 96.000 Steuerverordnungen und ein Berg aus Finanzgerichtsurteilen.

Die B�rger m�ssen �berhaupt nichts mehr �ber das Steuersystem wissen. F�r B�rger gibt es keine Steuererkl�rungen. Unternehmen geben lediglich einmal monatlich eine Umsatzsteuererkl�rung ab. Das einzige, was Unternehmen von der Steuer absetzen k�nnen, sind Arbeitspl�tze, und die einzigen Menschen, die die 3 o.g. Seiten Steuerrecht kennen m�ssen, sind Gesch�ftsf�hrer, Vertriebsleiter und Buchhalter. Der Aufwand l�ge bei j�hrlich 1 Minute pro Produktgruppe (sofern in ihren Branchen die Umsatzsteuers�tze �berhaupt nach Produktgruppen differenziert werden). In den Stammdaten der Warenwirtschaftssoftware wird per Mausklick in Sekunden der Umsatzsteuersatz aktualisiert, und das war’s. Deshalb kann man das Steuersystem auch binnen 4 Wochen bundesweit gegen das bisherige austauschen. Die steuerrechtliche und steuertechnische Zeitverschwendung entf�llt.

Das ganze Konzept ist wie ein Uhrwerk. Auf nur 9 Seiten wird die Funktion des Uhrwerks anhand von leicht nachvollziehbaren Beispielen ausf�hrlich erkl�rt, so da� es jeder interessierte Laie versteht. Die Prinzipien sind simpel, und f�r den Benutzer sind die Ergebnisse so einfach abzulesen wie die Uhrzeit.

7. Kann man Unternehmen zwingen, �berfl�ssige Mitarbeiter einzustellen?

Niemand wird gezwungen. Z.B. Toyota kann seine Autos problemlos aus Ungarn importieren. Nur erh�lt Toyota keine Arbeitsplatzpr�mien, wenn es nicht gen�gend inl�ndische Mitarbeiter besch�ftigt und mu� seine Autos mit 80% statt 35% Umsatzsteuer verkaufen. Volkswagen, Ford und Opel werden sich �ber jeden Mitbewerber freuen, der �berteuerte Autos anbietet, und dessen Marktanteile �bernehmen.

Wie www.bandbreitenmodell.de/unternehmer zeigt, gibt es f�r Unternehmer kein besseres Wirtschaftssystem als das BBM.


8. G�be es dann nur noch deutsche Produkte zu kaufen?

Aber nein. Jedes ausl�ndische Unternehmen hat unbeschr�nkten Zugang zum deutschen Markt. F�r Unternehmen ist es eine simple Kosten-Nutzenrechnung. Im deutsche Binnenmarkt liegt das Marktvolumen (Summe aller umsatzsteuerpflichtigen Ums�tze) lt. Pressemitteilung Nr. 105/2007 des Statistischen Bundesamtes bei �ber 5.148 Mrd. € (eine Aufschl�sselung nach Branchen finden Sie in der Tabelle unter www.bandbreitenmodell.de/umsatzsteuereinnahmen).

Damit ist Deutschland der nach den USA nach wie vor der zweitattraktivste Absatzmarkt der Welt ist (Japan ist protektionistisch abgeschottet und daher uninteressant, wachsende angebliche "Zukunftsm�rkte" wie China sind ebenfalls hochprotekionistisch). 

Betrachten wir es wieder aus Sicht eines Automobilherstellers. In Deutschland wurden z.B. 2007 Kraftfahrzeuge im Wert von
124 Mrd. € (netto) verkauft. Preisfrage: Lohnt es sich, zus�tzliche Mitarbeiter einzustellen (was alle anderen Wettbewerber auch tun m�ssen, um wettbewerbsf�hig zu sein) und m�glichst viel von den 124 Mrd. € Marktvolumen einzusammeln?

Jeder Unternehmensvorstand und Vertriebsleiter wird diese Frage bejahen. F�r Hersteller fast aller Branchen rentiert es sich, in Deutschland zu investieren und Fertigungen/Endmontagen in Deutschland aufbauen (selbst bei Produkten, deren Produktion als nicht zur�ckholbar gilt, wie z.B. Textilien, M�bel, Haushaltsger�te, Unterhaltungselektronik und Spielwaren).
Zu bedenken ist auch, da� der deutsche Markt weitaus gro�er werden wird als die heutigen 5,1 Billionen €, weil im Bandbreitenmodell erstens die Zahl der Arbeitspl�tze weitaus h�her liegt und zweitens die Mindest- und Durchschnittsgeh�lter drastisch steigen. Diese Kaufkraft setzt wiederum, eine Wertsch�pfungskette von Einzelhandel und Dienstleistern �ber s�mtliche Zulieferer in Gang. Warum ein Marktwachstum um rd. 180 % wahrscheinlich ist, zeigen die Berechnungen in den Kapiteln 3.4.7. und 3.6.2. des Buches "Die Geldlawine".

Desweiteren bleibt der Lohnkostenanteil durch den Mehrumsatz und die Abschaffung der Lohnnebenkosten (siehe zweiter Absatz bei Frage 15) in einem niedrigen Rahmen. In personalintensiven Branchen wird er sogar sinken (siehe Frage 15).

9. W�rde der Welthandel zur�ckgehen, sobald andere L�nder das System kopieren?

Jein. Der grenz�berschreitende Handel wird erheblich zur�ckgehen, jedoch durch den nationalen Handel mehr als �berkompensiert, weil die Konsumenten in allen L�ndern, die die das BBM umsetzen, erheblich mehr Kaufkraft erhalten. Insgesamt w�rde das Handelsvolumen drastisch steigen. Extrem sinken w�rde allerdings der Transportverkehr mitsamt allen Belastungen f�r Umwelt und Verkehrswege. Desweiteren w�rden alle Nationen, die das Konzept umsetzen, durch die Entflechtung der Weltwirtschaft weitestgehend unabh�ngig von Krisen anderer L�nder. Sogar, wenn z.B. die �berschuldete US-Wirtschaft zusammenfiele, h�tte das auf Deutschland keine Auswirkungen.

10. W�rden die Unternehmen die Belegschaftszahlen aufblasen, indem sie die Arbeit in Minijobs zerlegen?

Im Gegenteil. Es wird keine schlecht bezahlten Minijobs mehr geben, weil es Arbeitsplatzpr�mien nur f�r 4 Besch�ftigungsmodelle gibt: Erstens maximal 1.200 Jahresstunden Arbeitszeit bei mindestens 40.000 € Jahresgehalt, zweitens max. 600 Stunden j�hrlich f�r mindestens 32.000 €, drittens „abwesende Arbeitnehmer“ mit Null Stunden Arbeit f�r mindestens 24.000 € j�hrlich und viertens Auszubildende. Wenn auch nur ein einziger Angestellter 1.201 Stunden im Jahr arbeitet, entfallen alle Arbeitsplatzpr�mien f�r das gesamte Unternehmen. Das k�nnte sich kein Unternehmen leisten.

11. Warum nur maximal 1.200 Stunden Jahresarbeitszeit? Was ist z.B. mit unentbehrlichen Mitarbeitern?

Die Arbeitgeber werden motiviert, �berfl�ssige Arbeitnehmer nicht nur als Ballast auf den Gehaltslisten mitzuschleppen und in sinnlosen Pseudo-Jobs versauern zu lassen (wie z.B. beim Telekom-Mitarbeiterparkplatz „Vivento“, das nicht zuf�llig den Spitznamen „Wie wenn tot“ tr�gt). Stattdessen liegt es nun im Interesse der Arbeitgeber, sich aus der Abh�ngigkeit von wenigen Leistungstr�gern zu befreien, indem sie m�glichst vielen Mitarbeitern m�glichst brauchbare Weiterbildungs-Qualifikationen erm�glichen. Aus Arbeitnehmersicht hat die Regelung u.a. folgende Konsequenzen: Hochgefragte Spezialisten k�nnten z.B. 20 Wochen lang 60-Stundenwochen durchziehen – dann sind die 1.200 Stunden voll, und sie haben 32 Wochen bezahlten Urlaub. Eine weitere Konsequenz sind „umgekehrte Sickereffekte“. Sozusagen als Umkehr des nach unten gesickerten taxifahrenden Akademikers erreichen nun sehr viele Arbeitnehmer Arbeitspl�tze, die bisher unerreichbar waren. Insgesamt bedeutet die Regelung, da� die dramatisch verk�rzte (und dank Rationalisierung immer weiter sinkende) Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich m�glichst gleichm��ig verteilt wird. Stre� wird minimiert, niemand arbeitet mehr als 30 Wochenstunden (bei 12 Wochen Jahresurlaub), und das Wichtigste tritt in den Vordergrund: Das Privatleben.

Die Arbeitszeit-Begrenzung ist kein Mu�, sondern eine Option, die umgesetzt werden sollte, sofern der „Vivento-Effekt“ zu gro�e Ausma�e annimmt und eine 2-Klassen-Arbeitnehmerschaft aus echten und Pseudo-Jobs zu entstehen droht. Nat�rlich k�nnte man auch die Arbeitszeit-Begrenzungen je nach Branche spezifizieren.

Wichtig: Die Arbeitszeitbegrenzung gilt nur f�r Arbeitnehmer. Unternehmens-Eigent�mer (ab einer Beteiligung von z.B. 2%) k�nnen beliebig lange arbeiten, ohne die Arbeitsplatzpr�mien zu gef�hrden.

12. Der Arbeitsmarkt dreht sich also um 180� in ein Arbeitnehmer-Paradies?

Ja. Arbeitgeber werden die Arbeitnehmer umwerben m�ssen – und seien sie noch so unqualifiziert oder unflexibel. Dieser Wettbewerb findet haupts�chlich �ber die Geh�lter statt. Ein Jahresgehalt von 40.000 € ist die absolute Untergrenze. Die Durchschnittsgeh�lter werden deutlich dar�ber liegen. Statt wie bisher lediglich Geh�lter zu zahlen, die knapp �ber der Motivationsgrenze der Arbeitnehmer liegen, um nicht zu Hause zu bleiben oder woanders zu arbeiten, werden sich die Geh�lter k�nftig an der Obergrenze dessen bewegen, was der Lohnkostenanteil an den erzielbaren Produktpreisen hergibt. Desweiteren werden die Arbeitsbedingungen in bisher unvorstellbarem Ausma� an die Arbeitnehmer angepa�t. Nun ist es an den Arbeitgebern, Flexibilit�t zu zeigen hinsichtlich Arbeitszeiten, Kinderbetreuung, Betriebsklima, usw. Altersdiskriminierung und Mobbing kann sich kein Unternehmen mehr leisten. Stattdessen wird es seine Mitarbeiter an sich binden m�ssen, da die Gewinnung neuer Mitarbeiter in einem leergefegten Arbeitsmarkt weitaus schwieriger und teurer ist.

Alle Unternehmen, die in Deutschland etwas verkaufen wollen, werden weniger Mitarbeiter besch�ftigen, als sie sich leisten k�nnen, aber mehr, als sie ben�tigenwww.bandbreitenmodell.de/unternehmer zeigt, warum das BBM u.a. gerade deswegen auch ein Unternehmer-Paradies ist.

13. Wie kann man einen Arbeitnehmermangel vermeiden?

Das Bandbreitenmodell kann durch seine Stellschrauben sehr schnell an neue Ziele und Situationen angepa�t werden. Die Stellschrauben sind:

1. die Untergrenze der Umsatzsteuer,

2. deren Obergrenze,

3. die Staffelung der Arbeitsplatzpr�mien,

4. die Gehaltsvoraussetzungen (siehe Frage 10),

5. die Arbeitszeitvoraussetzungen (siehe Frage 10),

6. die Differenzierung nach Produktgruppen oder sogar einzelnen Produkten (was aber eine seltene Ausnahme bleiben wird) und

7. (optional) die Gestaltung einer „Vorproduktumsatzsteuer“, um zu verhindern, da� Lieferantenketten verk�rzt werden, um Steuern zu sparen (als Ersatz f�r den abgeschafften Vorsteuerabzug der MwSt.).

Das Ziel mu� die Balance sein, auf dem Arbeitsmarkt immer einen leichten Unterdruck zugunsten der Arbeitnehmer zu erhalten, ohne die Arbeitgeber zu �berfordern. Diese Gefahr besteht aber bei weitem nicht. Selbst bei 45 Mio. Arbeitnehmern und einem Durchschnittsjahresgehalt von 50.000 € netto w�rden die Lohnkosten von heute 53% auf 38% des Umsatzes sinken, weil die zus�tzliche Kaufkraft zu zus�tzlichem Umsatz wird und die Lohnkosten �berkompensiert.

14. Wie kann man hohe Geh�lter in Branchen zahlen, deren Preisniveau zu gering ist?

Bei Niedrigl�hnen ist zun�chst nach der Preisempfindlichkeit der Kundengruppen zu unterscheiden. Unternehmen k�nnen h�here Preise f�r bisherige Billig-Arbeit meist leicht in der Gesamtkalkulation unterbringen, sofern alle anderen Unternehmen der gleichen Branche dies auch tun m�ssen. Diese Gleichbehandlung ist beim Bandbreitenmodell garantiert. Am preisempfindlichsten sind Privatkunden bei privaten Dienstleistungen. Wenn man in einer preisempfindlichen Niedriglohnbranche deutsche Arbeitnehmer (oder Menschen mit deutscher Arbeitserlaubnis) besch�ftigen will, sind 2 Aufgaben zu l�sen:

Erstens sind Preise, mit denen hohe Geh�lter finanziert werden k�nnen, oft nicht durchsetzbar. Nehmen wir als Extrembeispiel f�r Niedrigl�hne das Friseurhandwerk. Friseurgesellen verdienen 2007 durchschnittlich rd. 1.400 € brutto und kosten den Arbeitgeber (incl. Lohnnebenkosten) 1.698 € monatlich. Netto kommen nur 981 € beim Friseurgesellen an (siehe Gehaltsrechner unter sueddeutsche.de). Der Arbeitgeber mu� also monatlich pro Gesellen 1.698 € zzgl. Deckungsbeitrag f�r sonstige Kosten (Miete, Material, etc.) und Gewinn erwirtschaften. Durch das Bandbreitenmodell verdient jeder Vollzeitarbeitnehmer nun mindestens 40.000 € j�hrlich (siehe Frage 10), also 3.333 € monatlich (brutto = netto, incl. privater Rentensparsumme, siehe Frage 16) und kostet seinen Arbeitgeber auch nicht mehr als sein Nettogehalt. Wie kann man doppelt so hohe Lohnkosten erwirtschaften? Entweder (da Miete und andere Fixkosten gleich bleiben) durch ca. 70-80% h�here Preise (was nur selten durchsetzbar w�re). Oder man mu� Niedrigpreis-Arbeit subventionieren. Subventionen sind nicht grunds�tzlich schlecht. Es kommt immer darauf an, was und wie man subventioniert (Bildung, Kinderbetreuung, etc.). Im Bandbreitenmodell werden ohnehin alle Arbeitspl�tze subventioniert. Niedrigpreis-Arbeit kann man subventionieren, indem man Privatkunden-Ums�tze in Branchen wie dem Friseurhandwerk (oder auch z.B. bei der Geb�udereinigung) �berhaupt nicht besteuert und das Bandbreitenmodell �berhaupt nicht anwendet. Dann k�nnten die Preise f�r Billig-Dienstleistungen im Vergleich zu heute sogar erheblich sinken (Steuerfreiheit, keine Lohnnebenkosten mehr). Aber selbst das w�rde das Problem nicht l�sen, denn nun kommt die 2. o.g. Aufgabe hinzu:

(Potentielle) Friseurgesellen, Reinigungskr�fte etc. werden sich fragen: „Warum soll ich dort f�r 1.400 € netto arbeiten, wenn ich in anderen Branchen (zu denen nun jeder viel leichter Zugang bekommt) mehr als das Doppelte verdienen kann?“ Infolgedessen w�rde man keine inl�ndischen Arbeitnehmer mehr f�r Billig-Dienstleistungen finden. Die 2. Aufgabe ist also, Billig-Dienstleistungen aus Arbeitgebersicht konkurrenzf�hig gegen�ber anderen Branchen zu halten. Dies erreicht man durch ein Kombi-Modell. Arbeitnehmer „X“ l��t sich als „abwesende Arbeitnehmer“ (siehe Frage 10) auf die Gehaltsliste eines beliebigen anderen Unternehmens „Y“ setzen und erh�lt von Y 2.000 €. Der Billig-Dienstleistungs-Arbeitgeber „Z“ zahlt ihm gleichzeitig 1.500 €. Arbeitnehmer X erh�lt also 3.500 €, Unternehmen Y setzt X von der Umsatzsteuer ab und Arbeitgeber Z hat einen Arbeitnehmer, der 3.500 € verdient und ihn nur 1.500 € kostet.

Hinzu kommt: Die Kaufkraft der einzelnen Privatkunden steigt um �ber 60%. Die Zahl der gut bezahlten Erwerbst�tigen steigt auf mindestens 45 Mio. Konsumenten. Die Gesamtkaufkraft der Privatkunden (Geh�lter, Renten und Selbst�ndigeneinkommen) steigt um ca. 1,7 Billionen €. Deshalb werden s�mtliche Dienstleistungen viel �fter in Anspruch genommen. Um beim Beispiel Friseurhandwerk zu bleiben: Statt alle 10 Wochen geht man z.B. alle 4 Wochen zum Friseur und kann es sich leisten, bei jedem Besuch wesentlich mehr Geld f�r umfangreichere Leistungen auszugeben.

15. Steigen durch die h�here Umsatzsteuer und die zus�tzlichen Mitarbeiter die Preise?

Hinter dieser Frage steht meist der Wunsch, da� alles m�glichst billig sein soll, aber: F�r zu niedrige Preise m�ssen wir einen zu hohen Preis zahlen - Massenarbeitslosigkeit und Niedrigl�hne. Je niedriger die Preise sind, desto geringer ist der Spielraum f�r L�hne. Wir befinden uns in einer Abw�rtsspirale. Im Kampf um die sinkende Kaufkraft der breiten Masse der Bev�lkerung sind die meisten Unternehmen gezwungen, so billig wie m�glich zu sein. Dazu m�ssen sie ihre Kosten senken - vor allem die Lohnkosten. Mit sinkenden L�hnen sinkt die Kaufkraft noch weiter, die Preise m�ssen weiter sinken, und die Lohnkosten m�ssen noch weiter sinken, usw. In der Automobilindustrie liegt der Lohnkostenanteil bei rd. 15% des Umsatzes, bei den Lebensmitteldiscountern bei nur 6,9%. Von 100 € Umsatz gehen nur 6,90 € an Arbeitnehmer - brutto. Das ist absurd wenig. Kein Wunder, da� in solchen Branchen niemand von seinem Einkommen wirklich leben kann.

Zu niedrige Preise verhindern Wohlstand. Mit dem Bandbreitenmodell verschaffen wir uns den Spielraum f�r eine Beteiligung der Arbeitnehmerl�hne am Umsatz (Lohnquote) von mindestens 32%, wahrscheinlich 40% (siehe Frage 20). Das ist f�r kein Unternehmen ein Problem, da f�r alle Unternehmen der gleichen Branche (incl. der Importeure) die gleichen Bedingungen gelten (Mindestl�hne, Arbeitszeiten, Umsatzsteuers�tze), die Geh�lter durch die Ums�tze finanziert werden und die Umsatzsteuer erst nach Zahlungseingang der Kunden an das Finanzamt �berwiesen werden mu�.

Welche Wirkung hat das Bandbreitenmodell nun auf die Preise? Dazu mu� man grunds�tzlich fragen: Warum sind Preise f�r ein und dasselbe Produkt in verschiedenen M�rkten/L�ndern unterschiedlich teuer? Weil Anbieter in jedem Markt nehmen, was der Markt hergibt. Aus diesem Grund sind praktisch alle Konsumg�ter in der Schweiz teurer als in Deutschland, Mieten in M�nchen h�her als in Berlin und Benzin vor Ferienbeginn immer teurer als nach den Ferien. Warum sind identische G�ter in der 3. Welt billiger als in den Industrienationen? Warum kostet ein Liter Diesel in Deutschland 18 Cent mehr als er es m��te? Warum kostet ein VW Passat in Deutschland rd. 25.000 €, in den USA aber nur rd. 15.000 €? Weil der Markt dort keine h�heren Preise hergibt.

Mit dem Bandbreitenmodell gibt einerseits die Kaufkraft h�here Preise her. Andererseits verbessert sich die Kalkulationsgrundlage der Unternehmen (vor allem bei Dienstleistungen) u.a. aufgrund der steuerfreien Gewinne, der abgeschafften Lohnnebenkosten und der weitaus h�heren Ums�tze so sehr, da� (in einem kompetitiven Markt wie dem deutschen) trotz einer h�heren Umsatzsteuer und zus�tzlicher Mitarbeiter die Preise gleich bleiben k�nnen (siehe auch Beispiel in Excel-Tabelle "Preiskalkulation BBM vs. heute, mittelst�ndischer Fertigungsbetrieb". Exportprodukte k�nnen sogar um 38% billiger angeboten werden.

Bei Billigprodukten werden die Preise erheblich steigen (was auch beabsichtigt ist, siehe oben), bei teuren Produkten weniger. Wie auch immer die Preise steigen sollten, liegt es in jedem Fall in erheblich unter den Gehaltssteigerungen. Relevant sind im �brigen nicht die Preise, sondern die gesamten Lebenshaltungskosten, also auch Miete, Energie, M�llgeb�hren, Wasserpreise und weitere Kostenfaktoren, deren Preise zu einem erheblichen Teil von der Politik gesenkt werden k�nnen.

Vergleichen Sie das BBM mit der Gegenwart: Von Dezember 2000 - Dezember 2010 stiegen die Preise um 16,8%. Die L�hne sanken gleichzeitig um 4,5%. Unter http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,740172,00.html lesen Sie zu den Aussichten: "Arbeitsagentur-Chef prophezeit Schrumpfl�hne". Siehe auch z.B.  http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,759701,00.html und http://www.heise.de/tp/blogs/8/149795.

Entscheidend ist bei Preisen und Lebenshaltungskosten nur der Ma�stab, den wir aus Geschichtsb�chern kennen: Wie lange mu� man f�r 1 Kilo Brot, ein Auto oder eine Monatsmiete arbeiten? Diese Zeit sinkt im Bandbreitenmodell drastisch, weil die Geh�lter st�rker steigen als die Preise / Lebenshaltungskosten. Was ist besser f�r die Menschen? 4,5% sinkende Einkommen bei 16,8% Preissteigerung (wie im heutigen System)? Oder 200% steigende Einkommen bei 20% Preissteigerung? Der Wohlstand steigt also in jedem Fall. Das BBM ist der bisher einzig m�gliche Ausstieg aus der Abw�rtsspirale von Einkommen und Kaufkraft.

Zudem erm�glicht das BBM die Installation von "Inflations-Bek�mpfungs-Unternehmen" (IBU), die daf�r sorgen, da� in jeder Branchen die Preise so hoch wie n�tig und so niedrig wie m�glich bleiben (mehr).

16. Kann man das heutige Steuer- und Sozialversicherungssystem beibehalten?

Das alte Steuersystem k�nnte man beibehalten. Aber wozu? Es ist sch�dlich, Arbeit zu besteuern, weil sie das nur unn�tig verteuert. Sinnlos ist auch die Besteuerung von Gewinnen, weil sich diese im internationalen Wettbewerb um die niedrigsten Unternehmenssteuern leicht umgehen lassen. Siehe http://www.selectiv-verlag.de/Kapitel_3_1_2.html

Das heutige Gesundheitssystem ist ebenfalls durch und durch fehlkonstruiert (siehe Frage 17). Warum sollte man es so lassen, wie es ist?

Es ist auch nicht sinnvoll, unser fehlkonstruiertes Rentensystem beizubehalten, das l�ngst bankrott ist und nur durch Mittel aus dem verschuldeten Staatshaushalt k�nstlich erhalten wird. Mehr dazu z.B. unter Rentenfakten

Das heutige Rentensystem wird also abgewickelt. Alle heutigen und baldigen Rentner erhalten (durch die Umsatzsteuer finanziert) eine Mindestrente von monatlich 1.500 € (Alleinstehend) bzw. 2.500 € (Paar) netto. Heute h�here Renten bleiben gleich hoch. Die 2006 eingef�hrte Besteuerung von Renten, Zinsen, Mieteink�nften etc. wird wieder abgeschafft.

Die „Deutsche Rentenversicherung Bund“ (DRB, ehemals BfA) bietet einen Aktienfonds an, in den alle Erwerbst�tigen (k�nftige Rentner) 10% ihres Einkommens auf ihr eigenes privates Konto in einen Fondssparplan einzahlen k�nnen – wenn sie es wollen. Und sie werden es wollen, denn die sicheren und konkurrenzlos gut verzinsten Spargelder bleiben ihr Eigentum, werden in Monatsraten ausbezahlt und sind voll vererbbar. Die DRB arbeitet ohne Verwaltungsgeb�hren, Ausgabe- oder R�cknahmeaufschl�ge, so da� die Renditen zu 100% bei den Sparern ankommen.

Allerdings gibt es ein Problem beim massenhaften Fondssparen: Wohin mit dem Geld, wenn alle Menschen dem Rat der Experten folgen und Aktien kaufen? Bei einer Sparrate von 10% w�ren (je nach Aktienkursen) nach sp�testens 5-7 Jahren alle deutschen Aktien aufgekauft, in ca. 26 Jahren k�nnten deutsche Rentensparer alle US-Aktien aufkaufen. Langfristige Folge: Die Verzinsung sinkt proportional zu den Anteilen am Gesamtfonds.

Deshalb wird das wichtigste Standbein in lebenslangen Erwerbseink�nften liegen. Dabei legt jeder Mensch selbst fest, ab wann er sein Besch�ftigungsmodell wechseln will, also z.B. von max. 1.200 Jahresstunden auf max. 600 Jahresstunden und schlie�lich als „abwesender Arbeitnehmer“ auf 0 Arbeitsstunden wechseln will (siehe Frage 10). Das Ergebnis sind Alterseink�nfte, die als Kombination aus „abwesender Arbeit“ und Fondsauszahlungen bei einem mehrfachen der zu erwartenden Renten des heutigen gesetzlichen Rentensystems l�gen. Mehr zum Sozialstaat unter Frage 21.

17. Wie finanziert sich das Gesundheitssystem ohne Kassenbeitr�ge?

Das Gesundheitssystem wird um den Anbieter „Staatliche Privatkrankenversicherung“ (SPKV) erweitert – eine beitragsfreie Vollkaskoversicherung mit einer Eigenbeteiligung von maximal 10% eines Jahreseinkommens. Was �ber die 10%-Grenze hinausgeht, wird (durch die Umsatzsteuer finanziert) aus dem Staatshaushalt zugeschossen. Die Verwaltungskosten der SPKV sowie ggf. Tr�gerschaften medizinischer Einrichtungen finanziert ebenfalls der Staatshaushalt. Wer in einem Jahr nicht zum Arzt geht, zahlt also �berhaupt nichts und ist dennoch krankenversichert.

Das Gesundheitssystem hat kein Einnahmen-, sondern ein Ausgabenproblem, dessen Ursache vor allem darin liegt, da� weitestgehend entm�ndigte Patienten weder die Informationen noch die Motivation haben, um die Kosten zu vermeiden, die sie selbst verursachen. Jeder SPKV-Versicherte wird deshalb vor einer Behandlung �ber Kosten und Alternativen informiert und erh�lt die volle Kostenkontrolle und damit die bestm�gliche Souver�nit�t �ber die Leistungserbringer (�rzte, Kliniken, Apotheken). Da die Patienten die ersten Kosten medizinischer Leistungen selbst zahlen m�ssen, sind sie nun motiviert, diese Kosten so niedrig wie m�glich zu halten. Mit einer bestm�glichen medizinischen Versorgung f�r alle gibt es weder unversicherte Menschen noch die �bliche Rationierung von Therapien (heute sterben Geringverdiener durchschnittlich 9 Jahre fr�her als Besserverdiener) noch Patienten 2. Klasse. �rzte und Pflegepersonal verdienen erheblich mehr bei erheblich k�rzeren Arbeitszeiten.

18. Werden Innovationen und Automation durch das Bandbreitenmodell aufgehalten?

Im Gegenteil. Zun�chst einmal mu� man Innovationen und Automation unterscheiden. Die Automation bezieht sich auf Produktionsprozesse, w�hrend sich Innovationen auf Produkte beziehen.

Die Automation bekommt neue Ziele. Statt menschliche Arbeitskraft aus Kostengr�nden zu ersetzen und die menschenlose Vollautomation anzustreben, wird die Arbeitswelt immer ergonomischer werden m�ssen, weil die Arbeitnehmer die Auswahl zwischen unterschiedlich anstrengenden, gesundheitsgef�hrdenden und stupiden T�tigkeiten haben. Weiterhin wird die Automation unverzichtbar sein, um kleine/pr�zise/massenhafte Produkte �berhaupt herstellen zu k�nnen. Auch aus Kundensicht ist Automation unverzichtbar, sofern sie f�r immer mehr Komfort sorgt.

Innovationen erfolgen fast ausschlie�lich aus betriebswirtschaftlichen Motiven: Wer die Kaufkraft potentieller Kunden in eigene Ums�tze umwandeln will, mu� neue bzw. immer bessere Produkte anbieten. Da das Bandbreitenmodell die Kaufkraft extrem steigert, werden die Innovationen ebenso extrem angetrieben.

19. Warum ist das Bandbreitenmodell weder kapitalistisch noch sozialistisch?

Es ist nicht ganz kapitalistisch, weil nicht die Vermehrung von Kapital, sondern die Mehrung des Wohlstands aller Menschen das Ziel ist. Es ist nicht sozialistisch, weil mit dem BBM:

  • keine Planwirtschaft existiert. Die Unternehmen k�nnen produzieren und verkaufen was sie wollen, wie sie wollen, wo sie wollen, wann sie wollen, mit wem sie wollen, so viel sie wollen, zu selbst festgelegten Nettopreisen und zu gleichen Bedingungen innerhalb jeder Branche.
  • nicht im sozialistischen Sinne bzw. im Nachhinein umverteilt wird. Alle Menschen haben zwar ein hohes Mindesteinkommen, aber es entsteht nicht durch Enteignung der Reichen, sondern durch eine faire Beteiligung der Arbeitnehmer an der eigenen Wertsch�pfung.
  • die Ungleichheit hinsichtlich der Einkommen und Verm�gen der Menschen zwar erheblich verringert, aber nicht beseitigt wird (ein akzeptables Ma� Ungleichheit ist aus psychologischen Gr�nden bzw. zu Motivationszwecken unumg�nglich).
  • keine Zwangs- oder Vollbesch�ftigung verordnet wird. Wer arbeiten will, findet im BBM eine gut bezahlte Arbeit mit guten Arbeitsbedingungen. Wer nicht arbeiten will, mu� das nicht tun. (siehe auch Vergleich mit dem alten Grundeinkommen unter www.bandbreitenmodell.de/bge). Die Menschen haben die Wahl, ob sie sich als reines Steuersparmodell ("abwesende Arbeitnehmer" als Rentner, Student, Hausfrau/-mann, Mutter/Vater, etc.) f�r mindestens 2.000 € monatlich auf eine Gehaltliste setzen lassen wollen, ohne zu arbeiten. Oder ob sie sich als Auszubildende anstellen lassen wollen. Oder ob sie in Teilzeit oder Vollzeit arbeiten und erheblich mehr Geld verdienen wollen. Siehe "Arbeitsplatzp�miengesetz", Punkte 3ff sowie "Bandbreitenmodell aus Unternehmersicht", Seite 6. Das BBM bedeutet die totale Entscheidungsfreiheit der Arbeitnehmer, die durch das �berangebot an Arbeitspl�tzen den Arbeitgebern sagen k�nnen: "Sie d�rfen mich nur dann auf Ihre Gehaltsliste setzen, wenn Sie mir das Einkommensmodell bieten, das ich w�nsche." Das BBM bedeutet also nicht zwangsl�ufig Arbeit f�r alle, sondern Einkommen f�r alle.
  • das Privateigentum der Menschen nicht ber�hrt wird (das Bandbreitenmodell funktioniert sowohl mit privaten als auch mit verstaatlichten Unternehmen).
Sozial-istisch ist es allenfalls im Sinne von sozialer Gerechtigkeit und einer erheblichen Verbesserung der Chancengleichheit.

Warum Sozialismus/Kommunismus (im Unterschied zum Bandbreitenmodell) eine Utopie f�r Narren ist, lesen Sie unter bandbreitenmodell.de/kommunismus.

Ein passender Begriff w�re die "dressierte soziale Marktwirtschaft". Verfechter einer wettbewerbsintensiven Marktwirtschaft werden r�tseln, ob sie sich �ber einen weiteren Wettbewerbsfaktor freuen sollen: F�r die Unternehmen kommt zum Wettbewerb um die meisten Kunden/Ums�tze, die besten Produkte, die niedrigsten Kosten, die besten Standorte und die besten Mitarbeiter 1 Wettbewerbsfaktor hinzu - der Wettbewerb um m�glichst viele Mitarbeiter. 


20. Wie hoch ist die Lohnquote heute und im Vergleich dazu im Bandbreitenmodell?

Das Statistische Bundesamt nennt in seiner volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung f�r 2007 "Arbeitnehmerentgelte" von 1.184 Mrd. €. 2007 lagen die Sozialversicherungsbeitr�ge bei 476 Mrd. €. Davon zahlen Arbeitgeber und Arbeitnehmer je die H�lfte. Die Gesamtsumme aller Nettogeh�lter liegt also bei 946 Mrd. €, w�hrend die Arbeitgeber Bruttolohnkosten von 1.422 Mrd. € zu tragen hatten
In Pressemitteilung Nr. 105/2009 nennt d
as Statistische Bundesamt (und das Bundesfinanzministerium) f�r 2007 umsatzsteuerpflichtige Ums�tze von Unternehmen in Deutschland in H�he von 5.148 Mrd. €.

Bezogen auf die umsatzsteuerpflichtigen Ums�tze liegt die Lohnquote (Lohnkostenanteil am Umsatz) heute also bei durchschnittlich rd. 28%.

Im Bandbreitenmodell gibt es Mindestgeh�lter f�r 4 Besch�ftigungsarten: Azubis, "abwesende Arbeitnehmer", Teilzeit und Vollzeit (siehe Frage 10). Jedes Unternehmen wird eine Belegschaft haben, die aus diesen 4
Besch�ftigungsarten gemischt ist. Um mit dem niedrigsten Umsatzsteuersatz f�r seine Produkte belohnt zu werden, ben�tigen Unternehmen (in den meisten Branchen) "8 Mitarbeiter pro Umsatzmillion" (siehe Frage 5). Bei 10.000 € Mindest-Jahresgehalt f�r einen Azubi sind das 80.000 € oder 8% Lohnkostenanteil auf 1 Umsatzmillion. 8 Vollzeit-Mitarbeiter mit einem Mindest-Jahresgehalt von je 40.000 € bedeuten 320.000 € oder oder 32% Lohnkostenanteil auf 1 Umsatzmillion. Tats�chlich werden im Bandbreitenmodell die Durchschnittsgeh�lter  - auch f�r gering Qualifizierte - erheblich �ber den Mindestgeh�ltern liegen, weil die Gehaltsfindung eher in Form einer Versteigerung abl�uft: Unternehmen werden sich gegenseitig �berbieten, um ihre Gehaltslisten mit Arbeitnehmern zu f�llen und damit ihre Umsatzsteuers�tze drastisch zu senken. Eine weitere Einflu�gr��e ist die Nutzung der Stellschrauben des Systems (siehe Frage 13) - und das ist eine politische Entscheidung.

Exakte Prognosen sind ohnehin bei keinem Wirtschaftsmodell m�glich. Was bleibt, ist eine bestm�gliche Sch�tzung. Die Pr�sentation "Bandbreitenmodell aus Unternehmersicht" zeigt auf Seite 6, da� das BBM eine Lohnquote von durchschnittlich ca. 35% des Umsatzes. bedeutet. Das ist in fast keiner Branche zu viel (Ausnahme: z.B. Gro�handel, siehe "Bandbreitenmodell aus Unternehmersicht" Seite 13ff).

Zudem vertritt das Bandbreitenmodell die Philosophie, da� die Wirtschaft zum Wohl der Menschen da ist - und nicht umgekehrt (wie heute). Die Lohnquote sollte also nicht unm�glich hoch, aber so hoch wie m�glich sein.


21. G�be es noch einen Sozialstaat?

Selbstverst�ndlich. Die Fragen 16 und 17 zeigen, da� Krankenversicherung (incl. Pflegeversicherung) und Rentensystem weiterhin existieren. Sie werden nur anders finanziert (siehe oben), w�hrend die Leistungen erheblich steigen.

Auch die Arbeitsagenturen werden weiter existieren. Das Einzige, was sich f�r sie �ndert, ist die Umkehr von Angebot und Nachfrage. Das hei�t: Statt Millionen von Arbeitsuchenden und wenigen bescheidenen Stellen bringen sie wenige Arbeitsuchende und Millionen offene Stellen zusammen. Die Arbeitsvermittlung l�uft wie eine Art von Versteigerung. Welcher Arbeitgeber bietet die h�chsten L�hne, die flexibelsten Arbeitszeiten, den meisten Urlaub, die k�rzesten Wege, die beste Kinderbetreuung, usw.? Arbeitsvermittler zu sein ist im Bandbreitenmodell ein �u�erst einfacher und dankbarer Job.

Der Sozialstaat arbeitet heute in v�llig unzureichender Weise an den Symptomen sozialer Notlagen. Das Bandbreiten- modell beseitigt die Ursachen und verhindert, da� soziale Notlagen �berhaupt entstehen.

22. Was bedeutet der Name "Bandbreitenmodell"?

Die Antwort unter Frage 5 erl�utert am Beispiel der Automobilindustrie, wie das Bandbreitenmodell funktioniert: In jeder Branche gibt es eine Umsatzsteuer, die sich in einer Bandbreite zwischen einem H�chst- und einen Mindest-Steuersatz bewegt. Im Umsatzsteuergesetz, Anlage 1, finden Sie diese H�chst- und Mindests�tze. Jedes Unternehmen hat es selbst in der Hand, seinen Umsatzsteuersatz durch eine hohe Besch�ftigungsintensit�t (Verh�ltnis Mitarbeiter zum Umsatz) zu senken.


23. Warum hei�t das zugrunde liegende Buch "Die Geldlawine"?


Weil genau das der Effekt des Bandbreitenmodells ist: Es l�st buchst�blich eine Lawine aus Geld aus:
  1. Unternehmen stellen mehr Menschen zu h�heren Geh�ltern ein (siehe Frage 3)
  2. Alle Arbeitnehmer erhalten ihr Bruttogehalt als Nettogehalt (weder Sozialabgaben noch Steuern).
  3. Alle Gewinne sind steuerfrei.
  4. Rentner erhalten mehr als doppelt so hohe Renten.
  5. 1.-4. bedeuten: Viel mehr Kaufkraft
  6. Viel mehr Kaufkraft bedeutet: Viel h�here Ums�tze der Unternehmen
  7. Viel h�here Ums�tze bedeuten: Viel h�here Umsatzsteuereinnahmen
  8. 1.-7. bedeuten: Andere Nationen wollen, m�ssen und k�nnen das Bandbreitenmodell ebenfalls anwenden
Das Inhaltsverzeichnis des Buches finden Sie hier, bestellbar ist es beim Verlag und in jedem guten Buchhandel.

24. Wer tr�gt die Kosten des Bandbreitenmodells?


„Es ist nicht der Unternehmer, der die L�hne zahlt - er �bergibt nur das Geld.
Es ist das Produkt, das die L�hne zahlt.”

Henry Ford

Das Bandbreitenmodell kostet den Staat keinen Cent. Die Arbeitsplatzpr�mien sind lediglich eine Steuergutschrift, die mit der Steuerschuld aus der Umsatzsteuer verrechnet werden. Unternehmen �berweisen immer mindestens den Mindestsatz der Umsatzsteuer, die sie tats�chlich eingenommen haben, an das Finanzamt. Das Bandbreitenmodell kostet auch die Unternehmen keinen Cent. Im Gegenteil - durch die viel h�here Kaufkraft und die steuerfreien Gewinne (siehe Frage 23) erzielen Sie viel h�here Ums�tze und Gewinne als heute. Die Unternehmen zahlen zwar die Geh�lter der Arbeitnehmer aus. Finanziert werden die Geh�lter aber nicht durch die Unternehmen, sondern durch die Produktverk�ufe - wie heute auch (siehe Frage 20 und Zitat von Henry Ford).

Das Bandbreitenmodell finanziert sich zu 100% durch den Konsum - so, wie auch das heutige System zu 100% durch den Konsum finanziert wird.


25. W�re die EU mit dem Bandbreitenmodell einverstanden?


Das ist gleichg�ltig. Aber wenn die Entscheider in der EU die Interessen der B�rger vertreten w�rde: Ja. Denn bisher erreichen sie ihre Ziele nicht. Das liegt zum Einen daran, da� sie u.a. der auseinanderrei�enden Schere zwischen Arm und Reich ratlos gegen�ber stehen. Und zum Anderen daran, da� die Entscheider in der EU andere Interessen verfolgen.

Ein grunds�tzliches Problem f�r die EU w�re, da� das BBM nur regional
funktioniert: Wer Deutschen etwas verkaufen will, mu� auch entsprechend viele Deutsche besch�ftigen, wer Franzosen etwas verkaufen will, mu� Franzosen besch�ftigen, dto. mit Italienern, Polen, Spaniern, Briten, D�nen, Niederl�ndern, Rum�nen, usw.
B�rgern in Frankreich nutzt es
nichts bzw. schadet es insgesamt sogar, da� Peugeots f�r den franz�sischen Markt in der Slowakei produziert werden. Es ist auch nutzlos / insgesamt sch�dlich f�r B�rger aus Deutschland, wenn Autoreifen f�r den deutschen Markt in Rum�nien produziert werden.

Wie sehr das Thema "Exporte" �bersch�tzt und die damit verbundenen Nachteile untersch�tzt werden, lesen Sie
unter Kapitel 1.3.11. des Buches "Die Geldlawine": "Exporte l�sen keine Probleme und schaffen Abh�ngigkeiten"

Ein Kritikpunkt der EU wird die Abschaffung der Gewinnbesteuerung sein (siehe Frage 3). Diese Kritik ist doppelt interessant. Erstens, weil die Besteuerung von Gewinnen v�llig sinnlos ist (siehe Kapitel 3.1.2. des Buches die Geldlawine": "Schmarotzer und abgenagte Knochen"). Zweitens, weil in der EU ein Unterbietungswettbewerb der Nationen um die niedrigste Gewinnbesteuerung herrscht. Volkswirtschaften wie Irland, Estland, Lettland, Slowakei und Ungarn basieren auf der unfairen Unterbietung der Hochsteuerl�nder.

Und schlie�lich: Wenn die EU sich einer L�sung in den Weg stellt, mit der man Arbeitslosigkeit, Niedrigl�hne, Rentenkollaps, Staatsbankrotte, das Zinsproblem, den ewigen Wachstumszwang und vieles mehr beseitigen kann, verliert die EU die Untert�tzung ihrer B�rger und ihre ohnehin schwache Legitimation. Und Druckmittel gegen�ber ihren Mitgliedsl�ndern besitzt sie auch nicht. Siehe auch Kapitekl 7.2. des Buches "Die Geldlawine": "EU - Ballast oder Chance?".

Das sinnvollste, was die EU tun kann, ist das Bandbreitenmodell in allen EU-L�ndern einzuf�hren.


26.: Warum gibt es im Bandbreitenmodell keine Einkommensteuer?

Die Besteuerung von Einkommen ist demotivierend f�r Arbeitnehmer, vermindert ihre Kaufkraft, verteuert den Faktor Arbeit und erzielt nur unzureichende Einnahmen f�r die �ffentlichen Haushalte. Im Bandbreitenmodell ist die Einkommensteuer �berfl�ssig. Zur Finanzierung der �ffentlichen Haushalte sind die Umsatzprovisionen mehr als ausreichend.

Darin sehen manche ein Gerechtigkeitsproblem. Sind nicht viele Managereinkommen unanst�ndig hoch? Ja, das sind sie. Und je weiter die Steuern auf die Managereinkommen erh�ht werden, desto weiter erh�hen sie ihr eigenes Bruttogehalt, so da� am Ende immer noch ein viel zu hohes Einkommen steht und das Unternehmen zus�tzlich belastet wird. In unserer globalisierten Welt l��t sich jedes nationale Steuerrecht nicht nur bei Gewinnen, sondern auch bei Einkommen leicht umgehen. Dann flie�en die Boni halt von ausl�ndischen Firmenkonten auf ausl�ndische Managerkonten. Das Gerechtigkeitsproblem wird also nicht gel�st.

Dennoch: Aus Gerechtigkeitsgr�nden sind auch wir f�r eine Begrenzung von Managergeh�ltern. Dazu gibt es mehrere M�glichkeiten. Man kann sie deckeln auf einen Betrag X. Oder man kann sie mit einem Faktor Y an andere Geh�lter koppeln (z.B. das 30-fache des niedrigsten Einkommensbeziehers in s�mtlichen inl�ndischen Tochtergesellschaften, Beteiligungen etc.). Oder man kann Geh�lter oberhalb eines Freibetrags Z besteuern mit jedem Prozentsatz, den man will. Wir erinnern bei dieser Gelegenheit daran, da� unser Konzept eine Vorlage f�r poltische Parteien ist. Wenn eine Partei A hohe Einkommen besteuern will: Gut. Wenn eine Partei B Einkommen nicht besteuern will: Auch gut. Und wenn eine Partei C lieber Verm�gen als Einkommen ernsthaft ebsteuern will: Noch besser - denn in zu hohen Verm�gen liegt das weitaus gr��ere Problem.

Was sind schon 20 Mio. € Jahreseinkommen gegen 20 Mrd. $ Vern�gen, mit denen man die Umverteilung von Arm nach Reich antreiben und  politischen Einfluss kaufen kann? Wer alle Gerechtigkeits-, Korruptions- und Umverteilungsprobleme l�sen will, die hohe Verm�gen mit sich bringen, muss auch dort ansetzen - bei Verm�gensbeschr�nkungen. Wie das Problem konkret l�sbar ist, lesen Sie unter bandbreitenmodell.de/vermoegensbeschraenkungen.


Zur freien Kopie und Verteilung an m�glichst viele Menschen. F�r weitere Fragen senden Sie uns bitte eine Mail.